Freimaurerloge "Joseph zur Einigkeit" i.Or. Nürnberg

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300 Jahre Freimaurerei
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Der Bund der Freimaurer ist ein traditionsreicher Bruderbund, der sich der ethischen und moralischen Vervollkommnung seiner Mitglieder und dem Eintreten für bestimmte Ideale der Menschlichkeit verpflichtet hat. Die Freimaurerei ist ein ethischer, kein politischer Bund. Wir sind keine Religionsgemeinschaft, kein Geheimbund, sondern ein Bund verschwiegener Männer, der auch keine geheimen Kenntnisse vermittelt. Die Freimaurerei versteht sich zwar als "diskrete" Gemeinschaft, verlangt aber keine gesetzeswidrige Verschwiegenheit. Der Bund ist über den ganzen Erdball verbreitet und besteht derzeit aus etwa fünf Millionen Mitgliedern.

Es gehört nicht zum Wesen der Freimaurerei, direkt in der Öffentlichkeit zu wirken; denn es ist nicht "die" Freimaurerei, die sich für bestimmte Ziele einsetzt, sondern das einzelne Mitglied in seinem sozialen Umfeld. Die Ideale der Freimaurerei heißen:
Humanität, Toleranz und Brüderlichkeit.
Freimaurer jeglicher Herkunft setzen sich in aller Welt für die Verwirklichung dieser Ideale ein, damit das Zusammenleben der Menschen erträglicher wird. Jeder Freimaurer setzt die Ideale auf seine persönliche Weise in seinem sozialen Umfeld (Familie, Freundeskreis, Beruf usw.) um. Wenn der Einzelne das Wenige, was er bewegen könnte, auch wirklich bewegen würde, sähe unsere Welt sicher besser aus.

So verschieden die Motive für die Aufnahme bzw. für eine Mitgliedschaft im Bund der Freimaurer sein mögen, so gibt es doch auch einen gemeinsamen Nenner:
es ist die Suche nach der Gemeinschaft gleich gesonnener Männer, die in unserer von Wertverlusten geprägten Welt gemäß den Idealen von Menschlichkeit, Toleranz und Brüderlichkeit leben und die an der eigenen geistigen Vertiefung und sittlichen Veredelung arbeiten wollen.
Jeder „Mann von gutem Ruf“ hat eine reelle Chance aufgenommen zu werden. Die Anforderungen, die wir an einen Interessenten stellen, sind aufgrund der langen Tradition und Erfahrung unseres Bundes den Fähigkeiten der meisten Menschen angepasst.
Wichtig ist vor allem die Fähigkeit zur Humanität, zur Brüderlichkeit im Umgang mit Ihren Mitmenschen, Ihre Fähigkeit zur Toleranz, zur Akzeptanz Ihres Nächsten so, wie er ist, und nicht so, wie Sie ihn gerne haben möchten.



Wir führen mit unseren Interessenten mehrere Gespräche, um sich von Ihnen ein möglichst umfassendes Bild zu machen und um die Motive Ihres Interesses zu ergründen. Sie sollten sich mit den Zielen der Freimaurerei auseinandersetzen und mit Ihren eigenen Zielen und Wertvorstellungen vergleichen, um festzustellen, ob sie mit der Freimaurerei vereinbar sind.
Sie sollten auch Ihre gesellschaftlichen Prioritäten überprüfen und schließlich durch Nachdenken Gewissheit erlangen, dass die Freimaurerei der richtige Weg für Sie ist. Die Aufnahme erfolgt ohne Berücksichtigung von Beruf, Religion, Herkunft und politischer Überzeugung (sofern letztere nicht den Idealen der Freimaurerei entgegensteht). Weil die Loge ein Spiegelbild der Gesellschaft ist, findet man unter unseren Mitgliedern Angehörige der verschiedensten Berufe.
Die Freimaurerei bietet dadurch ein Begegnungsforum für Menschen, die sich im profanen Alltag sonst nicht begegnen würden.

Weltanschauung und Religion des Einzelnen bleiben vom Beitritt zur Freimaurerei unangetastet. Es wird nicht verlangt, dass Sie Ihr Weltbild ändern.
Die Auseinandersetzung mit bestimmten Themen könnte allerdings dazu führen, dass Sie im Laufe Ihrer Entwicklung Ihr Weltbild in einzelnen Punkten von sich aus revidieren.

Die freie Diskussion der Brüder ist unabdingbar und mit eines der wichtigsten Güter unseres Bundes:
„Dem freien Mann, dem freien Wort sei dieses Haus [die Loge] ein sich´rer Hort“ (heißt es an einem Logengebäude). Für Diskussionen geben die Bruderabende den passenden Ort, dabei führt der Meister der Loge Regie und sorgt dafür, dass die Diskussionen auf brüderlicher Ebene und in einer kultivierten Sprache ablaufen. Alle Brüder profitieren von diesen Diskussionen und kehren mit neuen Erkenntnissenn in ihren persönlichen Alltag zurück. Die Themenkreise sind so umfassend, dass eine vollständige Aufzählung umöglich ist. Viele Vorträge befassen sich mit der Symbolik der Freimaurerei. Häufig wiederkehrende Themen befassen sich mit Fragen des Lebens, mit Ethik, Moral, menschlichen Tugenden und der Situation der Freimaurerei in der Gesellschaft. Auch künstlerische und wissenschaftliche Themen werden aufgegriffen.
In der Loge sollte aber nicht über Parteien oder Konfessionen diskutiert werden. Parteipolitische und konfessionelle Themen sind zu sehr mit Gefühlen besetzt, so besteht die Gefahr von Streitigkeiten. Deshalb sind diese Themen tabu.
Wir Freimaurer üben uns in der Kunst, gegensätzliche Standpunkte in einer offenen, von Toleranz getragenen Diskussion zu klären, ohne dabei in Streit zu geraten.

Wer sich von der Freimaurerei einen unmittelbaren materiellen o. ä. Vorteil erhofft, sollte unserem Bund lieber nicht beitreten, denn es wird sich sehr schnell herausstellen, dass er hier fehl am Platz ist. Der Nutzen, den Sie aus Ihrer Mitgliedschaft ziehen, ist eine Änderung Ihrer Persönlichkeit hin zu einem innerlich wie äußerlich positiveren Menschen.
Die Freimaurerei ist weder eine Religion noch ein Religionsersatz. In der Freimaurerei werden weder religiöse Einweihungen, Verpflichtungen, Sakramente oder Gnaden erteilt.
Die Freimaurerei will dem einzelnen Menschen Lebenshilfe für das diesseitige Leben geben und belässt dabei jedem seinen eigenen Glauben. Schon in den „Alten Pflichten“ von 1723 liest man:
„…Heute hält man es jedoch für ratsamer, sie [die Freimaurer] nur zu der Religion zu verpflichten, in der alle Menschen übereinstimmen, und jedem seine Überzeugung zu belassen… Der Maurer ist als Maurer verpflichtet, dem Sittengesetz zu gehorchen; und wenn er die Kunst recht versteht, wird er weder eine engstirniger Gottesleugner noch ein bindungsloser Freigeist sein.“
An dieser Grundeinstellung hat sich bis heute nichts geändert.

Vor allem Ihre Frau/Lebensgefährtin muss auf jeden Fall von Ihrer Absicht, Freimaurer zu werden, erfahren und auch damit einverstanden sein. Unser Bund der Freimaurer versteht sich aus seiner Tradition heraus als ein von Männern gebildeter Bruderbund, der den geschlechtsspezifischen Bedürfnissen von Männern Rechnung trägt.
Die Loge bildet einen Freiraum, in dem wir nicht durch geschlechtsspezifische Unterschiede in unserem eigenen Wesen gehemmt oder eingeengt werden.



Es gibt bei uns 2 Arten von Zusammenkünften – die Gesprächsabende und die besondern Festarbeiten, die Tempelarbeiten genannt werden. Dabei ist der Tempel der Humanität das Symbol für den Aufbau einer menschlicheren Gesellschaft.
In den Tempelarbeiten wird das freimaurerische Ritual gepflegt. Dort werden wir durch symbolhafte Handlungen und Zeichen immer wieder zur Arbeit am eigenen Ich, zur inneren Einkehr und Selbsterkenntnis aufgefordert.

Das Wesentliche bei allen Freimaurerlogen auf der ganzen Welt ist ihr Ritual. Dies ist nicht nur die Grundlage der Freimaurerei, sondern auch die wesentliche Unterscheidung gegenüber allen anderen nichtkirchlichen Gemeinschaften, Verbänden, Bünden, Vereinigungen usw.
Die rituellen Arbeiten und die darin verwendeten Symbole stellen die gemeinsame Basis aller Freimaurer der Erde dar. Das Ritual ist der feierliche Ablauf des Geschehens bei der Tempelarbeit und vermittelt die Freimaurerei in besonderer zeremonieller Form, vor allem in Symbolen und symbolischen Handlungen sowie in Wechselgesprächen.
Der Tempel ist dabei ein Ort der Kontemplation. Im Ritual wird der Bruder aus dem Alltagsgeschehen herausgehoben. Es ist ein symbolischer Weg zur Wiederherstellung des menschlichen Gleichgewichts, das im täglichen Streß und Trott verloren zu gehen droht. Hierdurch schöpft der Bruder neue Kraft, die ihm nach Rückkehr in den Alltag hilft sein Leben zu meistern.

In der freimaurerischen Arbeit lassen die Brüder den Alltag möglichst weit hinter sich, um sich in Kontemplation einzustimmen. Kein Mensch kann ohne Symbole leben.
Er braucht sie, um seine Welt zu ordnen und die Erfahrungen seines Lebens auszudrücken.

"Ich halte die Sprache der Symbole für die einzige Sprache, die jeder lernen sollte." (Erich Fromm)

Die Symbole sind die Grundlage der Freimaurerei und das wichtigste Ausdrucksmittel im Ritual. Symbole sind für den Freimaurer Werkzeuge zur praktischen Lebenshilfe und Brücke zum Irrationalen.
Universelle Symbole sind unerschöpflich und werden immer wieder neu interpretiert. Dieselben oder sehr ähnliche Symbole verbinden die Freimaurer in allen Ländern der Erde.




Man kann den Freimaurerbund als eine ethische Gemeinschaft bezeichnen. Die Freimaurerei ist jedoch kein philosophisches System, sondern ein humanitäres Verhaltensmuster für eine menschliche Gesellschaft. Unser Menschenbild ist verbindend, integrierend und ausgleichend angelegt. Man kann die Freimaurerei als lebenspraktische Philosophie bezeichnen, denn sie ist keine Wissenschaftliche Methode, sondern ein Formungsversuch, ein Selbstgestaltungsversuch, eine Lebenskunst.
Diese Lebenskunst ist ein ethisches Konzept, um den Menschen auf den Weg zur Selbstvervollkommnung zu führen. Diese "Einübungsethik" vermittelt durch Übung und ständige Wiederholung in jedem bestimmte Vorstellungen von vorbildlichen Verhaltensweisen. Hierzu bedient sich die Freimaurerei der freimaurerischen Rituale in den sogenannten Tempelarbeiten.

Die Verwirklichung der freimaurerischen Werte in der Gesellschaft geschieht in der Verantwortung jedes einzelnen. Der Freimaurerbund macht ethisch-moralische Vorgaben, will Maßstäbe setzen und wirkt darauf hin, daß die Mitglieder die menschlichen Tugenden persönlich vorleben. Tugenden wie Verantwortung in den entscheidenden Lebensfragen, vorurteilsfreies Denken und Handeln, Bereitschaft zum Selberdenken und Nachdenkenkönnen, Zivilcourage zeigen durch eigene Meinung und selbständiges Urteil, Eintreten für die Wahrhaftigkeit auf allen Gebieten.

Wir Freimaurer sind keine Verkünder geheimer oder mystischer Wahrheiten. Wir spüren in der Welt und in ihrem eigenen Dasein keine geheimen Weisheiten auf, sondern versuchen, unser Leben so zu gestalten, daß es sich harmonisch in den Ablauf des Weltenlaufs einfügt.
Obwohl die Wissenschaft die Welt und unser Leben intensiv durchforscht und zahlreiche Geheimnisse aufgeklärt hat, bleibt immer noch sehr viel im Verborgenen. Aber die Freimaurerei strebt weder an, noch hat sie eine Möglichkeit dazu, letzte Geheimnisse des Lebens zu enträtseln. Allenfalls strebt sie nach Klärung der Frage, wie man dauerhaft zufrieden und ausgeglichen sein kann.

Wir sind eine "geschlossene Gesellschaft", die Außenstehenden nicht ungehemmt Einblick in ihre internen Angelegenheiten gewährt.
Das Wichtigste in der Loge ist die brüderliche Gemeinschaft. Für viele ist es die tragende Säule ihres Lebens geworden. Die enge Zusammengehörigkeit in unserer Bruderschaft wird erreicht durch unser Ritual, das mit vielen Symbolen arbeitet.
Die Stille der Brüder in der Tempelarbeit läßt trotz der überlauten Geschwätzigkeit unserer Zeit die Gedanken reifen. In der Loge findet kein Haschen nach äußerem Eindruck statt.

Wir versuchen uns in der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit durch Harmonisierung zwischen Geist und Gemüt, unsere Ausgeglichenheit durch innere Erlebnisse zu gewinnen, mit unseren Mitmenschen offener reden zu können und besser auszukommen, das Zuhören und das Nachdenken zu üben. Die Freimaurerei bevorzugt stets den Tiefgang statt der Oberflächlichkeit!

"Was der Mensch im moralischen Sinne ist oder werden soll, gut oder böse, dazu muß er sich selbst machen." (Immanuel Kant)

Wir Freimaurer streben danach, daß alle Menschen friedlich miteinander leben können. Wir sind überzeugt davon, daß sich jeder Mensch in seinem Denken und Handeln immer noch verbessern kann. Wir beherzigen als "Lehre" den Weisheitsspruch "Erkenne dich selbst!" Damit kann jede hoffnungsvolle Veränderung beginnen.
Wir wollen symbolisch einen Tempel der Menschheit aufrichten. Es soll ein Tempel der Humanität sein, der die Menschen friedlich vereint und bei dessen Bau Herz und Gemüt gleichberechtigt neben Verstand und Intellekt stehen. Wir Freimaurer bemühen uns unser Leben lang, diesen Tempel aufzurichten.

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